Seit ich in Rostock unterwegs bin und jeden Tag mehr und mehr Menschen kennen lerne, wird mir eines immer bewusster: Rostock braucht den Wechsel! Egal ob Vereinsmitglieder, Ehrenamtlerinnen, sozial Engagierte, Künstlerinnen oder Verwaltungsangestellte - viele klagen über die verfehlte Politik der vergangenen Jahre.
Vor allem die dominante Art des Oberbürgermeisters Roland Methling, stets den eigenen Willen durch zu boxen, wird heftig kritisiert. Er höre nicht zu, er behandele sein Umfeld von oben herab und habe ein Problem mit demokratischen Spielregeln. Natürlich mache ich mir bei solch schweren Vorwürfen ein eigenes Bild. Ich finde, man darf niemanden aufgrund einer brodelnden Gerüchteküche verurteilen.
Anhand eines aktuellen Beispiels können sich alle ein Bild von Methlings Politikstil machen:
Monatelang wurde in verschiedensten Gremien diskutiert, wohin unser Traditionsschiff nun soll. In den Stadthafen oder nach Schmarl? In vielen Runden wurde debattiert, gestritten und alle Vor- und Nachteile nebeneinander gestellt. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurde umgesetzt. Schließlich traf die Bürgerschaft eine schwere Entscheidung. Das Tradi bleibt in Schmarl und wir wollen alles tun, um das einzigartige Museum zu fördern. Doch was tut der OB? Er veröffentlicht im Wahlkampf seine Vision von einem Umbau des Rostocker Stadthafens. Und was ist dort zu sehen? Das Traditionsschiff. Lieber Herr Methling, so geht es nicht! Als demokratisches Stadtoberhaupt muss man gefällte Mehrheitsentscheidungen umsetzen. Egal ob Ihnen die Sachlage nun passt oder nicht. Deshalb wünsche ich mir für unsere Stadt, dass endlich ein politischer Wechsel erfolgt.
Falls Sie mir am 5. Februar Ihr Vertrauen schenken, garantiere ich Ihnen eine linke Oberbürgermeisterin für alle - mit Transparenz, Demokratie und Verständnis.
Ihre Kerstin Liebich